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Worum geht es bei der Gewaltfreien Kommunikation?

Die Technik ("4 Schritte") der Gewaltfreien Kommunikation

Einsatzmöglichkeiten der Gewaltfreien Kommunikation (GFK)

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Gedanken zur GFK

Worum geht es bei der Gewaltfreien Kommunikation?

Die 4 Schritte

Mit Hilfe der "Gewaltfreien Kommunikation" nach Marshall Rosenberg können wir lernen, mit unseren Gefühlen und Bedürfnissen in Kontakt zu kommen, sie bewusst wahrzunehmen und unser Leben im Einklang mit unseren Bedürfnissen zu gestalten.

Oft ist die Rede davon, es sei im Leben wichtig, erstrebenswert oder gar das Ziel des Lebens, Lieben zu lernen. Und um andere lieben zu können, soll man zuerst sich selbst lieben können. Doch wie?

Gewaltfreie Kommunikation ist hierauf eine Antwort. Ausgehend von der Grundidee, dass alles, was Menschen tun, ein Versuch ist, ein Bedürfnis zu erfüllen, und jedes Bedürfnis einen lebensdienlichen Zweck verfolgt, können Selbsthass und Verurteilungen von sich und anderen wirklich aufhören und Klarheit darüber gewonnen werden, was wir im Leben brauchen, um glücklich zu sein.

Alles, was ich tue, tue ich, weil ich dem Leben, meinem Wohlergehen und dem Wohlergehen anderer dienen will. Nur oft schlägt meine Strategie fehl! Mit mir, meinen ureigensten Absichten und Zielen ist also alles in Ordnung. Um das das Leben schöner zu machen, könnte es gleichzeitig helfen, gewisse Strategien zu überdenken.

Alles, was andere Menschen tun, tun sie, weil sie dem Leben, ihrem eigenen Wohlergehen und dem Wohlergehen anderer dienen wollen. Mit dem Anderen, seinen ureigenstens Absichten und Zielen ist alles in Ordnung. Nur oft kennen Menschen die beste Strategie nicht, um Wohlergehen für alle zu bewirken. Dies kann bei mir mehr oder weniger Verzweiflung auslösen, vor allem, wenn gerade dringende Bedürfnisse bei mir dadurch nicht erfüllt werden.

Die Technik der Gewaltfreien Kommunikation

Die Gewaltfreie Kommunikation schlägt 4 Schritte vor, die dazu beitragen, sich klar auszudrücken, Verbundenheit zu schaffen und Strategien zur Erfüllung von Bedürfnissen zu finden.

Die 4 Schritte bestehen aus

1. Beobachtung
2. Gefühlsausdruck
3. Bedürfnisausdruck
4. Bitte

und können sowohl auf sich selbst als auf auch andere bezogen werden.

Ich nehme also wahr, wie ich oder ein anderer auf ein Geschehnis in meiner Umgebung reagiert. Das kommuniziere ich, indem ich zuerst mitteile, was ich beobachtet/gehört habe (1), was ich angesichts dessen fühle (2), welches Bedürfnis erfüllt ist oder nicht (3) und ggfs. welche Bitte ich habe, um ein Bedürfnis zu erfüllen.

Beispiel:
Mein Vorgesetzter sagt zu mir, ich solle mein Arbeit von jetzt ab "ordentlicher" machen. Ich nehme in mir ein diffuses Knäuel in der Magengegend wahr und nehme mir eine kurze Auszeit, um die vier Schritte zunächst für mich selbst durchzugehen und herausfinden, was in mir los ist. Dieser Prozess ist die so genannte "Selbsteinfühlung".

Wenn ich höre, ich solle meine Arbeit "ordentlicher machen" (1),
dann fühle ich mich wütend....frustriert...enttäuscht (2)
weil ich mir in letzter Zeit besonders viel Mühe gegeben habe und gerne hätte, dass das gesehen wird (3)
und weil ich gar nicht genau weiss, was er mit "ordentlicher" überhaupt meint, ich brauche also Klarheit, was er genau will (3).
Ich werde also zu ihm hingehen und ihn fragen, ob er meine Bemühung der letzten Zeit wahrgenommen hat und was genau er sich von mir wünscht (4, in diesem Fall Bitte an mich selbst).

Ich gehe in sein Büro und könnte zum Beispiel sagen:

Haben Sie einige Minuten Zeit für mich?
Als Sie vorhin gesagt haben, ich solle meine Arbeit "ordentlicher" machen (1), hat mich das ganz schön getroffen. Ich bin frustriert (2), weil ich mir in letzter Zeit sehr viel Mühe gegeben habe und gerne hätte, dass dies wahrgenommen wird (3). Außerdem brauche ich mehr Klarheit, was Sie mit "ordentlicher" meinen (3). Auf welchen Teil meiner Arbeit beziehen Sie sich und was hätten Sie gerne anders? Wären Sie einverstanden, mir das genauer zu erklären (4)?


Genauso kann ich die vier Schritte auch zur Einfühlung in andere nutzen, hier am Beispiel eines fiktiven Kollegen am Arbeitsplatzes, der sich darüber beklagt, was eine bestimmte Kollegin zu ihm gesagt hat:

Kollegin x hat also vorhin zu Dir gesagt, Du könntest "gefälligst auch mal was arbeiten"(1). Bist Du wütend (2), weil Du mehr Vertrauen in Deine Arbeitsleistung brauchst und gerne hättest, dass Dein Beitrag wahrgenommen wird (3)? ...
Und hättest gerne mehr gegenseitige Unterstützung, falls es einem mal nicht so gut geht? (3)

Und dann den Betroffenen vielleicht unterstützen, eine Bitte an sich oder die Kollegin zu formulieren.

Dies ist nur ein ganz grober Überblick, wie GFK funktioniert. Weitere Informationen finden Sie zum Beispiel in folgenden Büchern über das Thema.


Einsatzmöglichkeiten

Literatur